Hintergrund

Samstag, 28. Dezember 2013

Weihnachten….

Lieber Leser,

Weihnachten war wunderschön! Klein aber fein haben wir uns im engsten Familienkreis getroffen; mein Vater durfte aus dem Spital nach Hause zum feiern, damit hatten wir eigentlich gar nicht gerechnet. Ich liebe das Haus meiner Eltern, es ist alt und technisch bestimmt nicht auf dem neusten Stand; aber ein echtes Feuer im einzigen Ofen ist Gemütlichkeit pur. Ausserdem gibt es bei meiner Mutter noch echte Kerzen am Baum. Da ist die weihnachtliche Magie deutlich besser zu spüren als mit einer Lichterkette. Ich konnte meiner Familie zum ersten Mal etwas auf der Geige vorspielen, was sie sehr beeindruckt und berührt hat und auch für mich eine Art Wunder ist. Wieviel man doch in ein Paar Monaten lernen kann, ich hatte es ganz vergessen.

Nach all den Festlichkeiten liege ich ein wenig im Delirium. Meinem Freund zufolge habe ich in den Tagen vor Weihnachten etwa 8 Stunden pro Tag gebastelt. War toll, mein Körper zeigt sich jetzt aber beleidigt und ich glaube es gibt keinen Muskel, der nicht komplett verspannt ist…. es hat sich aber gelohnt.

Hier eine Box mit Klöppelspitze darin, für meine Mutter.








Für meine Schwester, die am 24. Geburtstag hatte gab es eine Torten-Karte, sowie drei Wunderkerzen hübsch verpackt. Die tollen Anleitungen gibt's beim Stempeleinmaleins.





Von diesen kleinen Notizblöcken wurden auch einige verteilt, allerdings in einer blauen, winterlichen Variante:






Ich bin schon gespannt zu lesen, was ihr so gemacht habt.

Liebe Grüsse

Sonntag, 22. Dezember 2013

Weihnachten naht….

Lieber Leser,

ja, hier ist es wieder verdächtig still. Weihnachten will ja gut vorbereitet sein. Ideen spinnen, Geschenke kaufen oder basteln und hübsch verpacken….
Mein Haushalt ist an Chaos kaum zu überbieten, die Prioritäten liegen eindeutig woanders.
Die Weihnachtspost ist unterwegs und so finde ich doch noch Zeit, sie dir hier zu zeigen. Das Durcheinander am Schreibtisch und die miserablen Lichtverhältnisse bitte ich dich gnädigst zu ignorieren und gelobe im neuen Jahr Besserung.

Viel Vergnügen beim schauen und eine schöne, vorallem ruhige Weihnachtszeit wünsche ich dir












Motive: 
-Pinguine, Eichhörnchen & Sentiments von Lili of the Valley
-Schneeelfe von Penny Black
-Stern von Big Time Stempel

Umschlagstanze mit Brief von CC Design (glaub ich zumindest), von DIESER kreativen Dame hier entworfen. Ihr Blog ist unbedingt sehenswert!

Die Spitze und runden Spellbinders kommen ebenfalls von Big Time;
der Bakers-Twine vom Stempelgarten; das Glimmerzeug auf der ersten Karte ist "Frantage Shaved Ice" (Stampendous!) von Papercrafts.
Strukturschnee, Glöckchen und Zackenschere sind schon älter und keine Ahnung mehr woher :o

Alle Karten sind diesmal mit Albrecht Dürer Aquarellfarbstiften koloriert.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Von Schreibmaschinen und der guten alten Zeit

Lieber Leser,

es gibt Tage so voller Seltsamkeiten, dass einem fast der Sinn fehlt, sie überhaupt zu erfassen. Ich habe mich entschlossen, um die Berge von Photos der letzen Jahre zu bändigen, Project Life auszuprobieren. Nicht als Tagebuch, aber ich denke es lässt sich sicher auch bestens als Photoalbum einsetzen.
Deshalb war ich neulich in meinem bevorzugtem Stempelladen und habe mich mit entsprechendem Material eingedeckt. Zu den vielen wunderbar bunten Kärtchen, so dachte ich mir, würde die Schrift einer alten Schreibmaschine sicher ganz vorzüglich passen. Meine Mutter hatte zwar mal eine solche, mechanische, aber leider in einer Aktion des Entrümpelns vor zwei Jahren ebendiese Schreibmaschine entsorgt. So dachte sie zumindest.

Wie ich also die ganzen wunderbaren papierenen Köstlichkeiten bezahle und die Thematik der Schreibmaschine mit der netten Dame an der Kasse bespreche, mischt sich eine weitere Dame ins Gespräch ein und erzählt, dass sie zu Hause eine elektrische Schreibmaschine, mit Kugelkopf undsoweiter (worunter ich mir ehrlichgesagt nicht so viel vorstellen konnte) stehen hätte und eh schon lange entsorgen wollte; ich könne sie gleich haben.
Ehrlich nett wie sie war, packte sie mich gleich ins Auto, fuhr mit mir zu sich nach Hause, holte die besagte Kostbarkeit um mich dann ein paar Ortschaften weiter zu mir nach Hause zu chauffieren.
Ich bin nachträglich noch immer geplättet ob soviel Nettigkeit. Gnädigste, falls Sie das hier jemals lesen sollten: Allerherzlichsten Dank!!

Als ich die gute Maschine dann jedoch ausprobieren wollte, machte sich erst einmal Enttäuschung breit. Sie muckte nämlich nicht. Nicht mal ein bisschen. Nicht mal ein wenig.
Also gut, Netzstecker wurde getauscht, ein bisschen herumgeschraubt, überall gedrückt und gedreht, aber nichts nichts nichts passierte.


Etwas frustriert begann ich Gedanken zu spinnen über gute alte mechanische Maschinen, die auch nach hundert Jahren noch funktionierten, bei denen ein Tastendruck ausreichte um etwas zu bewegen, Farbbänder die man x-mal wieder zurückspulen kann um sie wieder und wieder zu verwenden….. Und so machte ich mich am nächsten Tag kurzerhand mit meiner Mutter auf eine Brocki-Tour. Ich suchte und fand eine gut erhaltene mechanische Maschine die kurzerhand mitgenommen wurde, sowie eine Küchenwaage (Inca, die Selbe wie meine Mutter von ihrer Grossmutter geerbt hat und immer noch funktionierend in Gebrauch; wenn das keine Qualitätsgarantie ist!)
Ich überglücklich nach Hause, mit nun ZWEI Schreibmaschinen, sofort losgebastelt.


Wiederum einen Tag später: mein Vater zu Besuch, der versprochen hatte, sich des Sorgenkindes anzunehmen. Er setzte sich vor das Maschinchen hin, steckte den Strom an und schaltete sie ein: und das Wunder geschah: das Kind schnurrte sofort los und schreibt seither auf Wunsch. Ich bin schwer überzeugt, das seine magisch-technische Ausstrahlung sie überzeugt hat. Und vielleicht hatte sie ja auch ein kleines bisschen Sehnsucht, noch einmal gebraucht zu werden ;)
Sie ist wirklich ein Wunder. Sperry Remington. Aussen wie neu, auch wenn der Schaumstoff in der Verschalung bröselt. Jeder Buchstabe wie ein Revolverschuss. Präzise, sauber, wundervoll.
Ach ja, und der Kugelkopf: im englischen heisst er Space ball. Lass dir das mal auf der Zunge zergehen: das ganze Universum von Buchstaben in dieser kleinen Kugel. Die Welten von Geschichten, die sie schreiben könnte, wenn ein inspirierter Strom von Gedanken durch sie flösse….


Das reicht jetzt langsam, nur noch Eines, als Nachspann sozusagen: Gestern, also etwa drei Wochen nach dieser Aktion die mich um zwei alltagstaugliche und dringend benötigte Geräte reicher gemacht hat, wollte meine Mutter ihre Wolle versorgen…. du weisst sicher, was sie dabei gefunden hat.

Alles Liebe
Sandra